Von Ketzern und eBook Verlagen – die „Lange Nacht des eBooks“

Diese Woche (KW 7/2014) stand ganz im Zeichen des eBooks. Am Dienstag fand der pubnpub-Stammtisch statt. Und am Freitag wurde die (gar nicht so) „Lange Nacht des eBooks“ veranstaltet.

Und was ist die „Lange Nacht des eBooks“?
Die „Lange Nacht des eBooks“ ist ein Abend mit unterschiedlichen Veranstaltungen zum Thema „eBook“. Autoren haben aus ihren eBooks vorgelesen und Verlage ihre Digitalisierungs-Prozesse, aktuelle Entwicklungen oder neue eReader vorgestellt.

Um 17 Uhr war der Startschuss für die ersten zwei Veranstaltungen des Abends. Leider etwas zu früh, wenn die Arbeit einen nicht loslässt. Dabei hätte ich mir so gerne den Praxisbericht von dotbooks („Ein Verlag stellt sich der digitalen Herausforderung und macht das eBook zum zentralen Geschäftsmodell“) angehört.

Die anvisierte Lesung um 18 Uhr habe ich mit Verspätung gestürmt. Aber jede Minute, die ich noch mitbekommen konnte, war es wert. Andreas Weinek hatte aus seinem Buch “Nacht des Ketzers” vorgelesen und für den Valentinstag mit einer „romantischen“ Szene geendet.

Die 19 Uhr Veranstaltungen habe ich ausgelassen, was weniger an den Themen als an dem Ortswechsel lag.

Der Abschluss des Abends blieb dem Münchner eBook-Verlag hey! publishing mit eine „Datei ist noch kein eBook – Herstellung und Produktion im Digitalverlag“ überlassen.

Die herzliche Begrüßung, die Vorträge und Diskussionen zeigten, dass die Branche an den Entwicklungen von eBooks und dem Austausch sehr interessiert ist.

Ein großer Anteil des Vortrags war der Konvertierung von gedruckten Büchern zu eBooks gewidmet. Des Öfteren war von der „Blackbox“ die Rede; also von den Softwareprodukten, bei denen nicht nachvollzogen werden kann, was bei der Umwandlung tatsächlich für Schritte vollzogen werden und ob am Ende nicht womöglich die Qualität des eBooks leidet. Anhand einiger Beispiele wurde veranschaulicht, welche Grenzen der automatischen Texterkennung und Formatierung gesetzt sind. Wenn solcher Fehler bei der Digitalisierung nicht durch ein abschließendes Lektorat erkannt und behoben werden, würden vereinzelte Textstellen keinen Sinn ergeben.

Die „Lange Nacht des eBooks“ hat sich als Auftaktveranstaltung des eBookCamps ausgegeben und damit völlig ins Schwarze getroffen. Sie hat auf einer fachlichen Ebene verschiedene Themen des eBooks und der Verlage beleuchtet und mit den Lesungen die Qualität von Büchern daneben gestellt. eBook ist nämlich nicht nur Technik, sondern auch Inhalt und Emotion.

Und am darauffolgenden Tag wurde als Höhepunkt der eBook-Woche das eBook-Barcamp veranstaltet.
Spoiler: es war toll.

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