Als das stARTcamp München weiterdachte

Der Vortrag ist beendet und die Ute Vogel ruft dazu auf, weitere Beispiele beizusteuern.
„Was kennt ihr für Beispiele? Was wäre noch denkbar?“

Jeder hat eine Meinung dazu. Und genau deshalb dauert es nicht lange bis das Gespräch so richtig Fahrt aufgenommen hat. Viele sind mit dem Thema „Food“ im Internet schon einmal in Berührung gekommen.

Die Verbindung von Food zur Kunst ist hingegen nicht so alltäglich – als Thema auf dem stARTcamp keineswegs überraschend.

stARTcamp München

Zum dritten Mal findet mittlerweile das stARTcamp in München statt und die stART-Familie wächst, hat unterschiedliche Konzepte entwickelt und gastiert in verschiedenen Städten.

In München laden die Kulturkonsorten zum Austausch ein. Wer sich für die Themen Kunst, Kultur und den digitalen Raum interessiert, ist hier gut aufgehoben.

Barcamp

Mich hat schon die erste Stunde des Barcamps beeindruckt. Barcamp-Neulinge stellen ihre Sessions vor und erinnern nachdrücklich an das Konzept, dass es nur aktive Teilnehmer auf einem Barcamp gibt. Chapeau!

Im Gegensatz zu einer klassischen Konferenz ist jeder Teilnehmer eines Barcamps aufgefordert, sich zu beteiligen. Entweder mit einer Session, einem Bericht, Fotos oder irgendeiner anderen Form der Kommunikation.

Gegen Ende der Sessionvorstellungen werfen die Organisatoren Themen in den Raum, die für das Publikum interessant sind, aber zu denen sich bisher kein Referent gemeldet hat. Und weil das Konzept von Barcamps so nah an der Realität ist, i.S.v. jeder kann etwas und weiß etwas, finden sich auch für diese Themen Referenten.

Die Visitenkarte des Vernagt Ferner Gletschers

Auch der Soundkünstler Kalle Laar ist auf dem stARTcamp und stellt seine Arbeit vor. Er gibt sein Wissen über Klänge und Töne weiter. Verdeutlicht die Theorie anhand von Praxisbeispielen. Und bringt uns ganz unmerklich an den Punkt, an dem sich die Kehle zuschnürt und gleichzeitig die Faszination darüber, wie Kunst eingesetzt werden kann, ihren Höhepunkt erreicht.

Und weil jedes weitere Wort dem Projekt „Calling the Glacier“ nicht gerecht wird, sollte man zu verschiedenen Jahreszeiten dem Aufruf „call me“ des Vernagt Ferner Gletschers folgen und zuhören, wie der Gletscher schmilzt.

Es gibt ein Problem mit den weißen Kaninchen!

An so einem stArtcamp-Tag hört man nicht einfach nur zu. Man lässt sich nicht berieseln. Man denkt mit, spinnt Ideen und will etwas umsetzen.

Wie praktisch, wenn die nächste Session gar keine Session ist, sondern ein Meeting. Und wenn in diesem Meeting der Chef Frank Tentler die Aufgabe ans Team weitergibt, das rabbit hole neu zu erfinden. Warum? Weil es kaum noch weiße Kaninchen gibt, denen man folgen könnte. Vielleicht ziehen sie sich zurück, weil jeder nur noch über Katzen und Hamster spricht.

Vielleicht ist es auch aus der Mode gekommen, jemandem blind zu folgen und in jedes Abenteuer reinzuspringen, ohne vorab die AGB’s, Datenschutzerklärungen, FAQs und Recommendations zu lesen. Vielleicht eignen sich Kaninchen nur noch in gedruckten Märchenbüchern als Köder.

Weil es aber ganz offensichtlich ein Problem mit dem rabbit hole gibt, sollte das Team herausarbeiten, was es braucht oder wie die Anreize aussehen könnten, damit die kleine Alice in jedem von uns, sich weiterhin auf Abenteuer und Neues einlässt. Zum Schluss hat der Chef doch die Hauptarbeit geleistet und das Team mit neuen Herangehensweisen und einem neuen Ansatz versorgt.

Das #scmuc14 Thema „digitales.weiter.denken“ hat so viele Facetten und fand sich in jeder Session wieder.

Die Dokumentation findet sich hier: http://kulturkonsorten.de/allgemein/scmuc14-dokumentation-zum-camp

Kein Barcamp gleicht dem anderen. Und kein stARTcamp ist wie das andere. Trotzdem und genau deshalb lohnt sich der Blick auf die kommenden stARTcamps allemal: next stARTcamp Ruhr York #scry14

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